• Alex Gundlach

Systemisches Denken

Aktualisiert: 29. Juni

"Alles ist mit allem verbunden"

Wir alle sind Teil von verschiedenen Systemen. Das kann das System Familie, Arbeit, Freunde sein und noch viele mehr. Alle auftretenden Herausforderungen sind immer in ihrem System zu betrachten, in dem die Herausforderung auftritt. Wer begünstigt vielleicht das Verhalten, wer hat etwas davon? Wer würde zuerst merken, wenn sich das Verhalten ändert.... sind nur einige der Fragen, die Systemiker stellen, um die Situation zu verstehen und auch dem Coachee neue Betrachtungsmöglichkeiten und Perspektiven zu geben. Dabei ist es absolut fundamental, dass der Coach eine allparteiliche Grundhaltung einnimmt. Das bedeutet, die Wirklichkeitskonstruktion des Coachees als solche zu betrachten, ohne sie als Realität anzusehen aber gleichzeitig auch ohne sie zu bewerten. Gleiches gilt für die Lösungen unseres Coachees. Ein Coach ermöglicht es dem Coachee die für ihn / sie passenste Lösung zu finden. Dabei darf der bzw. die Coach keinerlei eigenen Absichten verfolgen, sondern stets darauf vertrauen, dass der bzw. die Coachee die für sich beste Lösung finden wird. Das ist manchmal harte Arbeit für den Coach und bedeutet, sich während des Coachings die eigenen Wünsche, Absichten und Hypothesen fortlaufend zu vergegenwärtigen und dann bewusst los zu lassen. Erst wenn die Idee, dass meine eigenen Lösungen nicht für alle gut und richtig sind, wirklich auf fruchtbaren Boden gefallen und daraus ein Baum mit starken Wurzeln gewachsen ist, kann das gelingen. Aber dies bedeutet zugleich einen unschätzbaren Mehrwert für mindestens zwei Menschen: 1. dem Coachee, der bzw. die nun wirklich auf Augenhöhe agieren kann und 2. dem Coach, der nun in der Lage ist, sein eigenes Ego bewusst zu managen, statt von ihm diregiert zu werden.


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